Endmontage in Oberwiesenthal Anfang 2011

Januar 2011
Nach einigen Verzögerungen nach der Anlieferung des Kessels Anfang November 2010 wurden die Reparaturarbeiten in der Oberwiesenthaler Werkstatt der SDG wieder in vollem Umfang aufgenommen. Dazu einige Fotos von Thomas Fischer.



Was gibt es Neues? Der Kessel steht nur so in der Werkhalle herum - aber warum führt ein Kabel durch das Feuerloch?


Klar, hier wird Licht benötigt, nebst einer Unterlage zum Knien oder Sitzen. Die hintere Rostlage (im Bild vorn) ist bereits eingebracht. Die vordere noch nicht, um einen "bequemen" Zugang in die Feuerbüchse offen zu halten.  Vorn ist ein neuer Rostbalken (querliegend) für die Auflage der zukünftigen vorderen Rostlage zu sehen.


Mit dieser Vorrichtung wird der Feuerschirm hergestellt. Die oben befindliche Schalung mit dem gerade abbindenden Spezialbeton (nicht sichtbar, da in der Schalung drin) wird durch die darunter befindlichen Spreizspindeln in Position gehalten.


Während der Aschkasten ursprünglich fest mit dem Hinterkessel verbunden und im Rahmen beweglich war, ist es aus technischen Gründen nun umgekehrt: Der neu angefertigte Aschkasten ist jetzt am Rahmen befestigt. Die Abdichtung gegen den Bodenring des Kessels erfolgt mittels Glasfaservlies.


Blick in den neuen Aschkasten.


Geändert wurde auch die Befestigung des Hinterkessels am Rahmen. Sie erfolgt nun mit Hilfe von sogenannten Schlingerstücken .


Und so sieht die vordere Befestigung des Kessels mit dem Rahmen aus. Die Anpassung wurde bereits vorgenommen, so dass beim Aufsetzen des Kessels hier alles passt. Im Inneren des Rauchkammerträgers ist das Blasrohr zu sehen, durch welches im Betrieb der Maschinenabdampf strömt und die Rauchgase durch den Kessel saugt.



2. Februar 2011

Der Kessel erhält gerade eine spezielle Isolierung, welche die Wärmeverluste der Lok merklich verringern soll. Neben der beabsichtigten Brennstoffersparnis soll die Lok bei mehreren aufeinanderfolgenden Betriebstagen früh rasch wieder betriebsbereit sein.
Fotos: Sächsische Dampfeisenbahngesellschaft

 

Die Rauchkammer ist von der Isolierung ausgenommen. Der Kessel ist bereits mit dem Rauchkammerträger verschraubt.

 



Die Grundplatte der Feuertür wird montiert.





Ein Blick von oben zeigt, dass die Saugzuganlage mit dem Schornstein noch montiert werden muss.


11. Februar 2011
Eine reichliche Woche später sind neue Fortschritte unschwer zu sehen.

Fotos: Sächsische Dampfeisenbahngesellschaft












12. März 2011
Einige neue Fotos dokumentieren weitere Fortschritte.

Fotos: Sächsische Dampfeisenbahngesellschaft



Das Führerhaus und die Kesselaufbauten sind montiert, verschiedene Rohrleitungen verlegt. Dennoch bleibt viel zu tun.


Ein Blick unter den Kessel zeigt das neue Abschlammventil.


Da der Tender noch nicht angekuppelt ist, ist dieser Blick ins Führerhaus möglich. Allerdings sind einige wichtige Teile, wie z.B. der Reglerhebel und die Handräder für die Anstellventile, noch nicht montiert. Die beim Unfall deformierten Führerhauswände wurden neu angefertigt, da das Richten der verzogenen Bleche mehr Arbeit erfordert hätte und der Erfolg nicht sicher erwartet werden konnte.


Diesen Blick hat der Heizer an seinem Arbeitsplatz. Vor Beginn der Fahrt würde der gelb gekleidete SDG-Mitarbeiter auf der Rauchkammer seinen den Sicherheitsvorschriften nicht entsprechenden Sitzplatz verlassen.


Die Gleitbahn für den Kreuzkopf wurde neu angefertigt.


Die neu angefertigten Kesselspeiseventile der Bauart SDG mit Dichtflächen aus Poly(tetrafluoräthylen) lassen gegenüber den bisher verwendeten Rückschlagventilen mit rein metallischen Dichtflächen eine verbesserte, nachhaltige Dichtheit erwarten.
Letzte Änderungen: 24.03.2011, S. Wilke